Alcanada
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Hier spricht man deutsch
Die Balearen stehen im Genuss von 300 Sonnentagen im Jahr, hervorragenden Hotels mit interessanten Golfarrangements, romantischen Fincas die zu modernen Pensionen umgewandelt wurden und über 20 recht unterschiedlichen Golfplätzen.
Eines vorweg: mit dem Ballermann – der deutschen Bierkneipenzeile bei Arenal – kommt der Golfinteressierte kaum in Berührung.
Trotzdem wird die deutsche Sprache am häufigsten, auf der mit 3.640km² größten Baleareninsel (auf der Mallorquin – ein Dialekt des Katalanischen – gesprochen wird), angewendet. Sei es von den 700.000 Einwohnern, von denen die Hälfte in der Hauptstadt Palma leben, den Auslandsresidenten oder den Touristen, obwohl die Römer das Inselreich mit dem manchmal schneebedeckten Tramuntana-Gebirges (1.445m) und der 550km langen Küste schon 120 v. Chr. genossen. Im Jahr 1229 eroberte König Jaime I das Eiland und gründete das Königreich Mallorca, das seit 1978 eine autonome Region Spaniens ist.
Die anmutige Landschaft mit den typischen Windmühlen, romantischen Bergdörfern und Fischerhäfen oder die ungefähr 800 Höhlen, die unter dem Kalkboden Mallorcas der tausendjährige Wassertropf geformt hat, stehen klar im Schatten der touristischen Badebuchten und der drei Kilometer langen pulsierenden Bar-, Restaurant- oder Disco-Hafenpromenade Paseo Maritimo, über der das Juwel der spanischen Gotik, die 6.000m² große Kathedrale von Palma thront. Die Burg Castillo de Bellver (= bedeutet schöne Aussicht) diente sowohl als Sommerresidenz der Könige von Mallorca als auch als Gefängnis und bietet einen beeindruckenden Blick auf das moderne Palma.
Die Golfplätze
In den letzten Jahren hat Mallorca an Golfplätzen stark aufgerüstet. Immer mehr Golfspieler zieht es auf die klimatisch bevorzugte Mittelmeerinsel. Die Durchschnittstemperatur bewegt sich um die 20° C im Frühjahr, 27° im Sommer, 21° im Herbst und 15° im Winter. Mehr als 15 18-Loch Plätze kann man in maximal einer Autostunde von jedem Punkt der Insel aus erreichen, wobei der westliche Teil (um Palma) die größere Auswahl bietet. Dadurch ist automatisch auch eine stärkere Frequenz an Spielern zu verzeichnen, was die lokale deutschsprachige wöchentliche „Mallorca-Zeitung“ Ende März 2006 zu der Titelzeile „Mallorcas Golfplätze überfüllt“, veranlasste. Im Osten, um das malerische Fischerdorf Cala Ratjada, warten einige attraktive 18 Lochkurse: sowohl Pula Golf als auch Canyamel und Capdepera (letzterer aus der Feder von Dan Maples) sind eine Runde wert und liegen alle nur maximal 5 Autominuten zu einer außergewöhnlich umgebauten Finca, entfernt.
Das Haus Can Simoneta bei Canyamel wurde vor 140 Jahren erbaut und 2004 zu einem 18 Zimmer Hotel liebevoll restauriert. In einem weitläufigen Garten mit Swimmingpool und einem direkten Zugang zum Meer – über eine in den Felsen gehauene Wendeltreppe – bietet das moderne Anwesen Ruhe, Luxus, ausgezeichnete Küche, einen spektakulären Meerblick und familiären Service. In ca. 20 Autominuten erreicht man eines der mallorquinischen Golfplatz-Aushängeschilder: Vall D´Or Golf mit unsagbaren Aussichten, aber recht schwierigen Spielbahnen. Und in 40 Autominuten in Richtung Norden erreicht man das exklusive 2003 eröffnete Robert Trent Jones jr. – Werk des Club de Golf Alcanada in der Bucht von Alcudia. Beeindruckend ist auch die 36 Lochanlage Son Antem mit angeschlossenem Marriott Hotel. Die Spielbahnen verlaufen eben, sind aber von mächtigen Oliven-, Pinien- und Eukalyptusbäumen umgeben, wobei am Ost-Kurs noch zusätzlich viele Wasserhindernisse lauern. Der meist herrschende Wind erschwert das Spiel ungemein.
Im unmittelbaren Umkreis von Palma warten die Traditionsklubs, wie der hügelige Real Golf de Bendinat, Golf Andratx, der 6.430m lange und als schwierig geltende Golf de Poniente oder die Santa Ponsa Großanlage (3 Kurse – nur einer ist für Greenfeespieler zugelassen), dem langjährigen Austragungsort der Balearen Open – auf dem Severiano Ballesteros, Bernhard Langer oder Jose Maria Olazabal schon große Triumphe feiern konnten. Im Jahr 1964 wurde auf Mallorca der erste Golfplatz eröffnet. Son Vida, mit angeschlossenem Luxushotel aus der Arabella Sheraton Gruppe, der vor einigen Jahren von Designer Kurt Rossknecht neu gestaltet wurde und gleichzeitig eine Schwesternanlage mit dem Golf Son Muntaner erhielt. Und Son Muntaner hat sich trotz seines kurzen Bestehens in Golferkreisen sowohl in punkto Pflege, Organisation und Design zu einer der beliebtesten Kurse der Insel entwickelt.
Der neueste Hit ist Son Gual, erst wenige Jahre alt doch bereits als unangefochtene Nummer 1 von Mallorca gelobt.
Mallorca hat über 1.000 Hotels, die seiner touristischen Bedeutung entsprechen. Es gibt Hotels für jeden Geschmack in verschiedenen Preislagen.