WALES
Aberdovey
Golf in Wales

Eine Golfdestination für Anspruchsvolle

Wales – archaisch, wild und ungezähmt liegt die keltische Nation im Westen Englands und bildet den kleinsten Landesteil Großbritanniens. Im Süden wird Wales von der Baltischen und im Norden von der Irischen See begrenzt.

Steilküste und Strände wechseln einander ab und dem anspruchsvollen Links-Golfer bietet sich eine perfekte Landschaft mit weitläufigen Wiesen, Hügeln, Klippen, Mooren und Gebirge, die das Spiel gleichermaßen zur Herausforderung und zum Genuss machen. Ilona Puchas vom Wiener Reiseveranstalter Sanotours hat Wales besucht, um für ihre Kunden die schönsten Ecken des Landes, die charmantesten Hotels, vor allem aber die besten Golfplätze zu erkunden. Für uns lässt sie die Reise noch einmal Revue passieren.

Der Flug von Wien nach London ist kurz, die 3-stündige Busfahrt auf der Autobahn Richtung Bristol vergeht wie im Fluge. Kurz nach dem Grenzübertritt nach Wales über den River Severn bei Newport erblicken wir das imposante Celtic Manor Resort, Austragungsort des Ryder Cup 2010.

Das erste große Highlight der von Visit Wales organisierten Reise ist die Wales Open 2011 am Ryder Cup 2010 Course. Das Wetter zeigt sich zwar eher von der „Britischen Seite“, aber vom Hospitality Bereich aus können wir bequem das 18. Grün überblicken, verfolgen das Live Geschehen über einen großen TV Screen und die Wetterfesten unter uns begleiten ihre Favoriten über den Platz. Noch während die letzten Pros auf Loch 18 um den Sieg kämpfen, dürfen wir – und das gab es angeblich noch nie in der Geschichte der European Tour – auf Loch 1 abschlagen und den für die Pros präparierten Ryder Cup Platz selber spielen. Ein einmaliges Erlebnis. Ich spiele mit einer Amerikanerin und Jonathan, einem Greenkeeper aus Celtic Manor (Handicap 2). Er steht uns mit Rat und Tat zur Seite und benötigt für die Runde weniger Schläge als Graeme Mc Dowell am Samstag – zugegeben, vom gelben Abschlag – ich hingegen etwas mehr … Aber ein Par auf der 18 bei Einbruch der Dunkelheit gibt mir dann doch das gute Gefühl, die Herausforderung gemeistert zu haben.

Den aufregenden Tag lassen wir im Celtic Manor Hotel bei einem hervorragenden Abendessen und danach an der gemütlichen Bar ausklingen. Früh morgens machen wir uns auf zum Pennard Golf Club, der sich nur unweit von Swansea auf der Gower Halbinsel befindet und gerne The Links in the Sky genannt wird, da er sich nicht direkt am Strand sondern auf den Klippen befindet. Ein Platz mit viel Tradition, auf dem seit 1896 Golf gespielt wird. Es eröffnen sich herrliche Ausblicke auf das Meer und die Ruine des Pennard Castles aus dem 13. Jahrhundert. Der Pennard GC befindet sich, so wie die meisten Golfplätze der Gegend, auf Weideland, was zu ungewöhnlichen Besuchern führt. Kühe und Schafe laufen frei über den Platz, nur die Grüns sind durch Zäune vor den Tieren geschützt.

Am Nachmittag geht es weiter zur nächsten Unterkunft, dem Marriott Swansey, ein typisches 4* Marriott Hotel in schöner Lage am Strand und nur 10 Gehminuten vom Zentrum von Swansea entfernt, mit netten Pubs und einem regen Nachtleben. Voller Vorfreude beginnen wir den nächsten Tag. Auf dem Programm steht das absolute Highlight für passionierte Golfer, der Royal Porthcawl GC. The beautiful Beast wie der Platz auch genannt wird, und das zu Recht. Umwerfender Meerblick von jedem Loch, Grüns wie Glasplatten und das typische Wales-Wetter: Sturm, Wind, Regen, Sonnenschein – „4 seasons in one day“. Visit Wales hat sogar Caddies für uns bestellt. Nachdem unsere Gruppe aus 24 Spielern besteht, dürfte der Golfplatz alle golfaffinen Burschen aus Porthcawl zusammen getrommelt haben, damit jeder von uns einen Caddie bekommt. Nach einer überwältigenden Golfrunde gibt es Lamm-Stew im traditionellen Clubhaus. Köstlich!

Ein weiterer toller Links-Platz in der Umgebung von Swansea ist der Ashburnham Golf Club. Leider bleibt uns keine Zeit mehr diesen zu spielen, man muss sich mit einer Tour über den Platz mit dem Club
Manager begnügen. Am folgenden Tag steht der Machynys Peninsula Golf Club auf dem Programm, ein sehr schöner, herrlich gepflegter Nicklaus Design Platz. Landschaftlich wirklich beeindruckend
sind leider erst die letzten 4 Löcher und den Links-Freaks steht leichte Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Andere freuen sich über ihre Scores, die durchwegs besser ausfallen als am Vortag.

Von Südwales geht die Rundreise weiter Richtung Norden. Zwischen Süd- und Nordwales gibt es keine Verbindungsautobahn, über kleine, enge, kurvige Straßen bringt der Bus uns nach ca. 3 Stunden Fahrzeit vorbei an grünen Hügeln und zigtausend Schafen sicher nach Aberdovey – ein kleiner Ort am Rande des Snowdonia National Parks – und gleich zum gleichnamigen Aberdovey Golf Club.

Leider können wir Aberdovey aufgrund eines Seniorenturniers nicht spielen. Als Entschädigung bekommen wir eine Tour über den Platz mit dem Minibus. Wir sind begeistert von den Spielbahnen, die sich auf dem schmalen Dünenstreifen zwischen Strand und Bergen entlang ziehen. Das Meer sieht man zwar nur von einem Loch aus (dem Signature Hole, ein Par 3, dessen Grün hoch oben auf einer Düne thront), da einem die hohen Dünenberge die Sicht verwehren, aber das Rauschen des Meeres ist ein ständiger Begleiter. Wagt man einen kurzen Abstecher zwischen den Dünen hindurch Richtung Meer eröffnet sich einem ein kilometerweiter, herrlich breiter weißer Standstrand. Eine magisch schöne Gegend!

Weiter geht die Fahrt in Richtung Norden durch die idyllischen Snowdonia Mountains, nach einer weiteren Stunde im Bus erreichen wir das beschauliche Örtchen Criccieth. Übernachtet wird im Caerwylan Hotel, ein charmantes Mittelklassehotel direkt am Meer mit kleinen, aber hübschen Zimmern, einer schönen Bar mit Meerblick und hervorragender Küche.

Die Golfplätze der Gegend sind beeindruckend, der 1894 gegründete Royal St. Davids Golf Club zum Beispiel ist ein weiteres Links-Golf Highlight. Niemand erwartet in dieser unberührten und abgelegenen
Gegend am Fuße des Harlech Castles einen so hervorragenden Championship Platz. Als Draufgabe spielen wir heute noch zusätzliche 8-Löcher des spektakulären Nefyn GC. 8 Löcher des 26 (!)-Loch Platzes sind mittlerweile weltbekannt und werden gerne als Pebble Beach von Nordwales bezeichnet. Allzu ernst nehmen darf man das Score hier nicht. Viele Löcher sind blind und es kann schon einmal vorkommen, dass ein hervorragend gelungener Schlag mit einem Ballverlust endet. Aber die Landschaft ist überwältigend und nach Loch 15 führt ein schmaler Weg zum Strand, an dem sich ein entzückendes kleines Pub befindet. Eine kleine Bierpause ist hier durchaus üblich und es ist kein Problem, danach bei Loch 16 wieder einzusteigen. Ein besonderes Erlebnis.

In Nordwales gibt es zahlreiche sogenannte „hidden gems“, oft Links-Plätze, die ursprünglich nur aus 9 Löchern bestanden und später zu 18-Loch-Plätzen ausgebaut wurden. Einer dieser halb Parkland-, halb Links-Kurse ist der Porthmadog Golf Club, der durch atemberaubende Ausblicke auf Strand und Meer besticht.

Unsere letzte Golf Runde spielen wir am Conwy Golf Club, einem etwas moderateren Links Platz mit tollen Ausblicken auf Meer, Hafen und Burgen, der sich uns heute sogar ohne Wind und mit viel Sonnenschein präsentiert. Das fühlt sich für manche von uns fast tropisch an und ich muss lachen, als mein Kollege aus Costa Rica, der zu Hause immer mit Caddie spielt, ständig versehentlich sein Tragebag auf dem Boden liegen lässt und weiter marschiert. Die letzte Nacht verbringen wir in Llandudno, einem beschaulichen Küstenstädtchen, das mich ein wenig an Brighton erinnert. Man ist hier plötzlich wieder spürbar näher an der Zivilisation mit vielen internationalen Geschäften, Hotels und Bars.

Von Llandudno sind es weniger als zwei Stunden Fahrzeit über die Autobahn nach Manchester, von dort geht es mit Lufthansa via Frankfurt retour nach Wien. Die Woche in Wales hat in mir absolut das Links-
Golf-Fieber entfacht und ich werde sicherlich wieder kommen. Beeindruckt haben mich auch die vielen tollen Unterkunftsmöglichkeiten, vom kleinen persönlichen Gästehaus bis zum 5* Hotel, der Gast hat die Wahl. Golf für Anspruchsvolle in einem Land abseits des Mainstreams. Gerne kann ich Ihnen persönlich noch mehr darüber erzählen.

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