NORDIRLAND
Royal Portrush
Golf in Nordirland

Der Geheimtipp der britischen Inseln

Im Norden der Insel liegt die eigenständige Republik Nordirland, die eine eigene regionale Regierung besitzt, aber zum Vereinigten Königreich gehört.

Die offizielle Landeswährung sind englische Pfund (weshalb dort unter anderem auch Benzin teurer als in Irland ist). Bewachte Grenzübergänge gibt es nicht, wer mit dem Auto fährt merkt teilweise nicht einmal, an welchem Punkt er die Grenze überquert. Entweder man fliegt direkt in die Hauptstadt Belfast (mit 300.000 Einwohnern die größte Stadt des Landes und die zweitgrößtgrößte auf der Insel), oder man reist mit dem Mietwagen vom internationalen Flughafen von Dublin aus an (die Fahrtdauer beträgt rund zwei Stunden). Aufgrund der blutigen Historie hatte Nordirland über Jahrzehnte hinweg eine Reputation als unsichere Destination – jedoch hat sich die Situation innerhalb der letzten Jahre zum Positiven verändert.

1899 wurde die „Sinn Féin“- Bewegung („Wir selbst- Bewegung“) gegründet, 1916 kam es in Dublin zum „Osteraufstand“ der blutig unterdrückt wurde. Die Gründung eines eigenen Parlaments der „Sinn-Féin“  führte 1918 zur Verhängung des Kriegsrechtes durch London. Der daraufhin begonnene Unabhängigkeitskrieg wurde auch zum Bürgerkrieg, da die Unionisten in Nordirland den Anschluss an die Republik nicht wollten. Der „Anglo-Irische Vertrag“ vom 23.12.1921 brachte die  Teilung der Insel, da die sechs Grafschaften der Provinz Ulster als „Nordirland“ im Vereinigten Königreich blieben.
Die Spannungen zwischen der protestantischen Mehrheit und den Katholiken in den späten 60er und frühen 70er Jahren mündeten in einen bewaffneten Konflikt, der rund 4.000 Todesopfer forderte.
Dieser Bürgerkrieg wurde durch das „Karfreitagabkommen (10.4.) 1998 formell beendet. Dennoch wurde erst mit der 1. gemeinsamen Regierung unter dem Vorsitz der protestantischen Unionisten und dem ehemaligen Kommandanten der IRA als sein Stellvertreter am 8.5.2007 der Friede tatsächlich erreicht.

In Nordirland gibt es rund 125 Golfkurse, wodurch das Land über eine sehr hohe Golfplatzdichte verfügt. Als bester „Geheimtipp“ des Landes wird oftmals der Portstewart Golf Club bezeichnet, welcher 54 Spielbahnen beheimatet.
Der älteste Club des Landes ist der Royal Belfast Golf Club, welcher von den Einheimischen „Craigivad“ genannt wird. Der Club wurde 1881 gegründet, der Golfplatz besteht in seiner heutigen Form seit 1925. Für das Design des Platzes war der populärste englische Architekt der damaligen Zeit, H. S. Colt, verantwortlich. Der Architekt nützte die Topographie des vorhandenen Grundstücks und kreierte einen abwechslungsreichen Parklandkurs mit „Links-Elementen“. Der Par-70 Parcours ist nur knapp 5.700 Meter lang und verfügt über zehn Par 4-Spielbahnen sowie drei Par 5- und fünf Par 3-Löcher.

Das nordirische „Aushängeschild“ liegt rund eineinhalb Autostunden südlich von Belfast in der Ortschaft Newcastle und heißt Royal County Down Golf Club. Der Club wurde unlängst von einer US-Publikation zum besten Golfplatz außerhalb der USA gekürt, außerdem wurde Loch Nummer 9 unter die besten 18 Spielbahnen der Welt gewählt. Der „kleine Bruder“ ist der Par-66 Annesley-Course. Der von Old Tom Morris angelegte Parcours liegt an der Küste von Dundrum Bay, im Hintergrund thronen die spektakulären Mountains of Mourne. Das Layout wird von Hügeln, Ginster, Weidekraut, tiefem Rough, kleinen und ondulierten Grüns, blinden Schlägen sowie tiefen Bunkern charakterisiert. Royal Portrush beheimatet zwei Kurse, den „Valley Course“ und den „Dunluce Course“, auf welchem 1951 das British Open (das bis dato einzige außerhalb von Schottland und England) ausgetragen wurde. Der Par-72 Kurs, welcher direkt an der Küste über den Klippen gelegen ist, wurde 1947 von H. S. Colt umgebaut.
Nur wenige Autominuten vom Club entfernt liegt das UNESCO-Weltkulturerbe „Giants Causeway“. Er besteht aus etwa 40.000 gleichmäßig geformten Basaltsäulen, die ein Alter von etwa 60 Millionen Jahre aufweisen. Die meisten der Säulen sind sechseckig, einige haben jedoch vier, fünf, sieben oder acht Ecken. Die größten der Steinbrocken sind bis zu 12 Metern hoch und das Gestein ist an manchen Stellen bis 25 Meter dick. Der Giant's Causeway führt etwa fünf Kilometer entlang der Klippen und endet im Meer.

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