Colorado
Red Sky
Golf in Colorado

Golf in den Rocky Mountains

Colorado ist nicht ausschließlich ein Ziel für Schifahrer, sondern auch für Golfer.

Colorado, der achtgrößte und höchstgelegene Bundesstaat der USA, befindet sich im Südwesten des Landes und wird in Nord-Süd Richtung von den Rocky Mountains durchzogen, welche rund 40% der Staatsfläche einnehmen. Im östlichen Drittel liegt eine Hochebene, die „Great Plains“ genannt wird. Insgesamt gibt es 54 Gipfel, deren Höhe 4.267 Meter überschreitet. Zu den  Hauptattraktionen zählen der „Mesa Verde“ und der „Rocky Mountain“ National Park (dieser wurde bereits 1915 gegründet und ist somit einer der ältesten der USA). Hierzulande ist Colorado besonders Skisport-Freunden ein Begriff, da dieser Staat besonders für die zwei Nobelskiorte Vail (dort und im Nachbarort Beaver Creek fand 1999 die Schi-WM statt) und Aspen, und für die dort jährlich ausgetragenen Weltcup-Rennen bekannt ist. Colorado, welches in einer „Golf Digest“ Wertung der weltbesten Golfdestinationen auf Rang 39. rangiert, wird wohl nicht mehr lange ein Geheimtipp bleiben – gerade in den letzten Jahren wurden einige tolle Plätze von renommierten Architekten gebaut. Aufgrund der hohen Lage der Plätze (teilweise über 3. 000 Meter Seehöhe) fliegen die Bälle rund zehn Prozent weiter, wodurch sich Spieler besonders weiter Abschläge erfreuen können. Beste Reisezeit für Golfer ist Mai bis Oktober, obwohl in den Sommermonaten Juli und August Gewitter am Nachmittag fast an der Tagesordnung stehen (daher sollte man Startzeiten in der Früh reservieren).

Denver
Südlich der Stadt, in Castle Rock, liegt Ridge at Castle Pines North, ein Design von Tom Weiskopf. Die zwei Neunen sind sehr unterschiedlich – die ersten sind eher offen, die zweiten führen durch den Wald, wobei präzisere Schläge verlangt werden. Nur wenige Autominuten entfernt ist Red Hawk Ridge, wo Spieler von vielen Tees aus Blicke auf die Stadt und die Rocky Mountains genießen können. In Golden, westlich von Denver, befindet sich Fossil Trace, der nicht nur aufgrund der günstigen Greenfee empfehlenswert ist. Das Highlight des Platzes sind die namensgebenden Fossilien, welche auf Loch 12 in den Platz integriert wurden. Riverdale Dunes, von Pete Dye geplant, im Nordwesten von Denver, ist ein weiteres „Schnäppchen“. 

Rocky Mountains
Auf der 400 Kilometer langen „Interstate 70“-Strecke zwischen Denver und Grand Junction (im Westen des Staates) befindet sich eine beeindruckende Anzahl an tollen Golfplätzen, die in atemberaubender Gebirgslandschaft liegen. Nur eine knappe Autostunde von Denver entfernt findet man den Raven @ Three Peaks und Breckenridge. Die 27 von Jack Nicklaus gestalteten Spielbahnen von Breckenridge sind durchwegs eben, was besonders aufgrund der Lage auf über 2. 800 Meter Seehöhe erstaunlich ist. Der Raven wurde unter Mithilfe von Ryder Cup-Kapitän Tom Lehman entworfen – eine Vielzahl von meist großen Bunkern gibt dem Platz seinen Charakter. Bei Vail befindet sich der von Robert Tren Jones Jr. angelegte Beaver Creek GC (neben dem Lift zur WM-Piste), der oft als „links-style“ Kurs in den Bergen gelobt wird. Nur wenige Meilen entfernt sind die Kurse von Cordillera und Red Sky – diese beiden Clubs sind privat, Zugang wird nur Gästen von einigen ausgewählten Hotels (wie der Cordillera-Lodge) gewährt. Die zwei Kurse von Red Sky Ranch wurden von den Star-Designern Greg Norman und Tom Fazio entworfen. Cordillera beheimatet drei 18-Loch Plätze, sowie einen 10-Loch Kurzplatz, welcher von „Short Game Guru“ Dave Pelz geplant wurde. Das Design des Valley Course, welcher auf einem Südhang rund 700 Meter niedriger als die beiden anderen Plätze liegt, stammt von Tom Fazio. Der Platz, der über breite Fairways verfügt, erinnert in Punkto Layout an Kurse in der Wüste Arizonas. Der Mountain Course wurde von Hale Irwin konzipiert, auf einigen Löchern gibt es teilweise recht dramatische Höhenunterschiede. Der vielleicht beste der drei Kurse ist der von Jack Nicklaus entworfene Summit Course, welcher auf der höchsten Ebene des Berges liegt. Neben gleichermaßen abwechslungsreichen wie herausfordernden Löchern hat der Platz auch eine überwältigende Gebirgskulisse zu bieten. Circa eine Autostunde westlich von Vail und eine nördlich von Aspen liegt Lakota Canyon Ranch. Dieser Kurs wurde vom „Golfarchitekt des Jahres 2003“, Jim Engh, konzipiert – für sofortige Bekanntheit sorgte das beeindruckende Design der Spielbahnen, wobei kein Loch dem anderen nur annähernd gleicht. In der Nähe von Aspen befindet sich ein weiteres Engh-Layout, der Snowmass Club. Dieser Privatclub, der Spieler besonders durch den einwandfreien Pflegezustand und tollen Service (inklusive optionaler Forecaddies) beeindruckt, öffnet nur einer limitierten Anzahl von Greenfee-Gästen seine Pforten. Aufgrund der Topographie (in der flachen Steppe bei Grand Junction) hat Redlands Mesa einen ganz anderen Charakter als die Gebirgsplätze. Das Target-Design von „Lokalmatador“ Engh führt durch mehrere Schluchten, wobei auch mehrere Wasserhindernisse in das Spiel eingreifen!

Colorado Springs
Rund eine Autostunde südlich von Denver, neben dem Pike’s Peak, liegt „The Broadmoor“, das Aushängeschild des Staates. Dieses altehrwürdige 5-Stern/5-Diamond Hotel, welches 1918 fertiggestellt wurde, gilt schon seit Langem als eines der besten Ressorts der USA. In dem Gebäudekomplex befinden sich über 700 Zimmer, davon mehr als 100 Suiten, und elf Restaurants. Dem Namen des Golf-Resorts tragen drei 18-Loch Championship Plätze Rechnung. Der Mountain Course wurde von Nicklaus Design komplett renoviert und wird dieses Jahr neueröffnet. Dazu kommen die East und West Kurse, welche beide Mischungen aus Donald Ross Original-Designs beziehungsweise später von Robert Trent Jones hinzugebauten Löchern sind. Auf dem East Course wurde 2008 das U. S. Senior Open veranstaltet.

STÄDTE / REGIONEN